Tipp aus der Bauberatung, heute von Louisa Ratzke und Tim Markmiller

Wo Ziegel entstehen – die verborgene Welt von Abbaustätten

19.01.2026
Schlagmann Info-Mail

An fünf Standorten in Bayern wird der Rohstoff für die Schlagmann-Ziegelproduktion gewonnen. Die Entstehung der Tonminerale verlief über einen Zeitraum von rund 220 Millionen Jahren an den verschiedenen Orten geologisch zwar unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie uns heute ein Naturprodukt mit hervorragenden Eigenschaften für die Verwendung in der Bauwirtschaft liefern. Mit dessen Abbau kann sogar die Artenvielfalt auf der Fläche gesteigert werden. Voraussetzung dafür ist die richtige Planung und Umsetzung.

Suchen und finden

Am Anfang stehen geologische Karten, Geländeaufnahmen und digitale Geländemodelle. Ist ein mögliches Abbaugebiet identifiziert, sorgen Bohrungen, Schürfungen und geophysikalische Untersuchungen für eine vertiefte Analyse des vorhandenen Materials. Bis zum Abbau sind aber noch viele Schritte notwendig. Für das umfangreiche Genehmigungsverfahren müssen Themen wie Regionalplanung, Naturschutz, Wasser und mögliche Immissionen genau beleuchtet werden. Aber auch die anschließende Renaturierung und mögliche Nachnutzungen des Geländes werden schon in diesem frühen Stadium bedacht.

Geländestruktur als wichtiger Faktor

Erst wenn alle Faktoren bekannt sind, kann eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung darüber Auskunft geben, ob ein Abbau der Tonmineralien sich lohnt. Dabei spielen nicht nur Menge und Qualität des vorhandenen Materials, sondern auch die Geländestruktur eine wichtige Rolle. Böschungsneigungen beispielsweise sind mitentscheidend für die Wahl der geeigneten Abbautechnik und Maschinen. Auch die Transportwege und die Größe und Lage der Abraumhalde sowie Nebenanlagen für Sicht- und Staubschutz müssen zum geplanten Abbaugelände passen.

Biodiversität immer im Blick

Bereits in einer frühen Planungsphase nehmen wir bei Schlagmann zudem in den Blick, wie sich die industrielle Herstellung von Ziegeln mit dem Erhalt der Artenvielfalt in unserer Landschaft verbinden lässt. Der Blick auf Lehm-Abbaustätten hat sich dabei in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Wurden sie früher eher als „Wunden“ in der Natur wahrgenommen, die möglichst nach dem Ende der Abbauphase wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden sollten, erkennt man zunehmend die Bedeutung der neu entstehenden Lebensräume. Vor allem Amphibien, aber auch Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten profitieren davon, wenn nicht mehr genutzte Lehmgruben in Teilen der natürlichen Sukzession überlassen bleiben. Magere Böden und neu entstandene Tümpel bieten gerade für seltene Arten wichtige Lebensräume, die sie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder im Wald nicht vorfinden.

Ausgleich schon vor dem Abbau

Schützenswerte Pflanzen und Tiere, die vor einem Tonabbau auf dem Gelände vorkommen, werden rechtzeitig in neue Lebensräume umgesiedelt. Diese werden unter Umständen eigens neu angelegt, wenn keine geeigneten Alternativstandorte in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Aber auch während der Abbauphase kann die Artenvielfalt gefördert werden. Dafür legt Schlagmann beispielsweise Habitate aus Steinen, Altholz oder in Form von Blühstreifen im Randbereich der Gruben an. Dort können auch spezielle Becken vorgesehen werden, wie sie für Gelbbauchunken ein unverzichtbarer Lebensraum sind. Entscheidend für den Erfolg ist die rechtzeitige Planung und eine sorgfältige Steuerung solcher Maßnahmen.

Aber auch während der Abbauphase kann die Artenvielfalt gefördert werden. Dafür legt Schlagmann beispielsweise Habitate aus Steinen, Altholz oder in Form von Blühstreifen im Randbereich der Gruben an. Dort können auch spezielle Becken vorgesehen werden, wie sie für Gelbbauchunken ein unverzichtbarer Lebensraum sind. Entscheidend für den Erfolg ist die rechtzeitige Planung und eine sorgfältige Steuerung solcher Maßnahmen.


Partner in Öko-Projekten

Dafür verbindet Schlagmann seine Umweltaktivitäten auch mit Partnern. So hat man sich an einem Projekt der Deutschen Poroton GmbH zu Biodiversitätsuntersuchungen durch ein unabhängiges Büro beteiligt. Mit dem bayerischen Staatsministerium wurden Verträge im Rahmen des Programms „Natur auf Zeit“ zum Schutz seltener Amphibien abgeschlossen. Außerdem hat sich Schlagmann dem Biodiversitäts-Aktionsplan von Wienerberger angeschlossen, der eine genaue Bestandsaufnahme und die Pflege wertvoller Flächen rund um Abbaustellen einschließt. In einem Tagebau, das belegen wissenschaftliche Studien, können bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung bis zu zwölf verschiedene und ökologisch besonders wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Voraussetzung dafür ist auch eine regelmäßige Erfolgskontrolle der Maßnahmen. Diese werden bei Schlagmann entlang eines jährlich erstellten Zeitplans vorgenommen, der sich an den Lebens- und Fortpflanzungszyklen der jeweiligen Tier- und Pflanzenarten orientiert.

Das komplette Webinar mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Video gibt es in der Schlagmann-Mediathek.

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