Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG - Wer nutzt BIM wirklich?

Wer nutzt BIM wirklich?

Architekten machen sich stark für BIM
Eigentlich ist BIM eine gute Idee. Damit lassen sich zahlreiche Prozesse optimieren: Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken. Die dreidimensionalen Modelle vereinfachen die Zusammenarbeit und die Kommunikation. Pfusch wird weitgehend ausgeschlossen, weil das Modell schlicht nicht funktioniert, wenn man nicht die geforderte hohe Planungstiefe bringt. Vereinfachung bietet BIM auch: Wenn Daten einmal erfasst wurden, müssen sie an anderer Stelle nicht erneut eingegeben werden, weil alle Projektbeteiligten auf dieselben Daten und dasselbe Modell zugreifen. Das minimiert Fehlerquellen, auch für Abstimmungsfehler. Prozessabläufe werden schneller, Kosten sinken. Und: BIM macht unabhängig von anderen Softwarelösungen. Kein Planer muss sich mehr wegen eines Auftraggebers bestimmte Softwareprodukte anschaffen.

Zehn Jahre später
Nur: In Deutschland kommt BIM nicht richtig voran. Hier wird nach wie vor meist konventionell gebaut. Als vorbildlich gilt Skandinavien. Beispielsweise muss in Dänemark schon seit 2007 bei allen öffentlichen Bauprojekten BIM eingesetzt werden, sobald das Volumen über 2,7 Millionen Euro liegt. Allmählich tut sich auch hierzulande etwas. 2016 hat der Bund festgelegt, dass ab 2020 alle Infrastrukturprojekte des Bundes mit BIM durchgeführt werden müssen. Im Februar 2017 kam ergänzend ein Erlass, wonach ab sofort in allen Hochbauprojekten des Bundes mit einer Bausumme über 5 Millionen Euro BIM obligatorisch sein soll. Aber reicht das? Wer oder was bringt BIM eigentlich voran?

Das hat BauInfoConsult hinterfragt, ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, für die Bau-, Installations- und Immobilienbranche Marktinformationen zu beschaffen. BauInfoConsult hat den BIM-Monitor 2017 erstellt, in dem aktuelle Entwicklungen rund um BIM analysiert werden. Dazu gehörten auch telefonische Befragungen von 304 mitarbeiterstarken Architektur- und Ingenieurbüros sowie größeren Verarbeitern.
 

 
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