Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG - Künftig ein Chip im Ziegel?

Künftig ein Chip im Ziegel?

Digitalisierung auch für Ziegel
Die „Deutsche Poroton“ ist 50 Jahre alt geworden – und organisierte zu diesem Anlass einen Forschungs- und Entwicklungstag im deutschlandweit einzigen Ziegelforschungszentrum, also bei uns auf dem Schlagmann-Areal in Zeilarn. Gekommen sind viele kluge Köpfe aus der Branche, die gemeinsam die Lage analysierten und sich Gedanken über die Zukunft machten.

Digitale Dienstleistungen
Wohin sich Ziegel entwickeln müssen, dazu kam die klarste Ansage von Lorenz Bieringer, dem Geschäftsführer von Wienerberger Deutschland. Aus seiner Sicht ist die wichtigste Aufgabe der Industrie die Digitalisierung – also das Erweitern der Produktpalette um digitale Dienstleistungen und Services. Übertreiben wollte er es dabei aber nicht: BIM werde auch auf absehbare Zeit nicht dazu führen, „dass wir unsere Ziegel mit RFID-Chips ausstatten“.

In eine ähnliche Richtung war auch Poroton-Geschäftsführer Clemens Kuhlemann unterwegs. „Wir punkten am Markt mit robusten Systemen und einfacher Verarbeitung. Das gilt es auszubauen, damit Bauherren und Industrie auch künftig kostengünstiges Bauen für alle ermöglichen. Die Megaaufgabe Digitalisierung werden wir unterstützen, durch hervorragende Produkte mit sinnvollen Services und Softwaretools. So können wir unseren Marktpartnern die Arbeit erleichtern.“
Neue Einfachheit mit Ziegeln
Ein weiteres Fazit des Tages: Komplizierter soll es eigentlich nicht mehr werden. So kritisierten manche beispielsweise die ständig wachsenden Vorgaben, etwa im Brandschutz, die es nahezu unmöglich machen, preiswert zu bauen. Prof. Piero Bruno aus Berlin von Bruno Fioretti Marquez Architekten sagte: Gemeinsames Ziel müsse es sein, „wieder einfacher zu bauen – was für den Ziegel spricht“. Für wichtige Ziele wie Brandschutz und Barrierefreiheit sollte es Zielvorgaben geben, die man auf flexiblen Wegen erreichen könne. Damit wurde auch der CO2-Fußabdruck kleiner, der „carbon footprint“: Die klimaschädlichen Emissionen während der Produktion wurden erheblich reduziert.
 
Die Teilnehmer des F+E Tages der Deutschen Poroton im Ziegelforschungszentrum im Zeilarn.
 
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