Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG - Beizeiten um neue Energieausweise kümmern

Beizeiten um neue Energieausweise kümmern

Tipp aus der Bauberatung, heute von Bernd Thalmayer


Eine Welle rollt: Die 2007 für zehn Jahre ausgestellten Energieausweise werden nun nach und nach ungültig. Damals war der Ausweis auch für Bestandsgebäude verpflichtend geworden. Nun müssen Hausbesitzer neue Ausweise beschaffen.

Spätestens zum Verkaufen oder Vermieten
Ob es eilt, hängt ganz von der jeweiligen Konstellation ab. Das hat sich haustec.de erklären lassen von Erik Uwe Amaya, dem Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland. „Man braucht den gültigen Ausweis weiterhin erst in dem Moment, wo das Gebäude verkauft oder neu vermietet werden soll“, sagte er. Auf die lange Bank schieben dürfe man die Erneuerung des Ausweises dennoch nicht: „Eine Neuvermietung kann auf einen Vermieter relativ kurzfristig zukommen. Deswegen sollte man sich vorsichtshalber jetzt vergewissern, ob der Energieausweis noch gültig ist.“ Und wenn ja, wie lange.

Neuer Ausweis, neue Standards
Die Erneuerung ist auch mit Veränderungen verbunden. Denn für die neuen Ausweise gelten die Regelungen der aktuellen EnEV aus dem Jahr 2014 mit Ergänzungen von 2016. Konkret:
Kosten je nach Aufwand
Nach wie vor gibt es zwei verschiedene Arten von Energieausweisen. Ein Energiebedarfsausweis legt den theoretischen Energiebedarf des Gebäudes zugrunde. Der Energieverbrauchsausweis basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre. Das macht vom Aufwand her natürlich einen Unterschied, und den merkt man am Preis: Ein Verbrauchsausweis kann man für einen kleinen zweistelligen Betrag bekommen, ein Bedarfsausweis kann je nach Gebäude auch einen hohen dreistelligen Betrag kosten.

Welcher Ausweis wofür?
Allerdings ist der billigere Verbrauchsausweis nicht immer erlaubt. Eigentümer dürfen ihn nur dann einsetzen, wenn es im Gebäude mindestens fünf Wohnungen gibt oder wenn der Bauantrag dafür nach dem 11. November 1977 gestellt wurde. Ist ein Gebäude älter, kommt ein Verbrauchsausweis dann in Frage, wenn der Bau nachweislich das Niveau der Wärmeschutzverordnung von August 1977 erreicht.
 
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